6. Juni 2020 Kunststylist

Auf den Spuren des Bildhauers Georg Münchbach

Auf den Spuren des Bildhauers Georg Münchbach

Kunststylist Detlef Kranke auf den Spuren des Künstlers Georg MünchbachEiner Einladung von Falk Münchbach, Sohn und Nachlassverwalter des 2018 verstorbenen Bildhauers und Grafikers Georg Münchbach, folgend, habe ich mich auf die Spuren dieses Künstlers gemacht. Start der Spurensuche war Uelzen, eine Stadt im hohen Norden, kurz vor Lüneburg. In dieser Kleinstadt gibt es viele Spuren zu entdecken, die mir Falk Münchbach näher brachte. Im Anschluß an die Stadtführung, bei der wir einige Werke des Künstlers entdecken konnten, fuhren wir in das Wohnhaus und Atelier des Künstlers.

 

Stationen in Uelzen mit Werken des Künstlers

Für mich das beeindruckendste Werk ist das Relief der historischen Stadt Uelzen vor dem Gebäude der Uelzener Versicherung. Die folgenden Bilder zeigen das Model im Atelier des Künstlers bis zum fertigen Werk, das vor dem Versicherungsgebäude bestaunt werden kann.

Detlef kranke Kunststylist Georg Münchbach

 

Georg Münchbach mit Werken aus Edelstahl 

Auch Werke aus Edelstahl befinden sich in unmittelbarer Nähe des großen Reliefs. Auf der Rückwand kann das Niedersächsische Pferd bewundert werden und im weiteren Verlauf der parkähnlichen Anlage sind weitere Werke aus Edelstahl, die die Bandbreite des Künstlers zeigen und optisch ein Highlight sind.

Sächsisches Pferd aus Edelstahl Kunststylist Detlef Kranke

Der Schellenbrunnen auf dem mittelalterlichen Marktplatz in Uelzen

Detlef Kranke Schellen Brunnen Uelzen

Eine weitere Station auf unserem Rundgang war der mittelalterliche Marktplatz mit dem riesigen Schellenbrunnen. Schellen steht hier für das hochdeutsche Wort Töpfe. Somit ist dieser Markt ein ehemaliger Topfmarkt. Da verwundert es nicht, das der Künstler die Töpfe als Thema für diesen Brunnen gemacht hat. Hier sind unzählige Schellen in verschiedenen Größen aneinander gebracht worden. Das dazugehörige Wasserspiel macht diesen aussergewöhnlichen Brunnen zum Anlaufpunkt um dort an warmen Tagen zu verweilen oder eine kleine Abkühlung zu finden. Der Bezug zu den Schellen (Töpfen) auf diesem Markplatz hat mich persönlich besonders begeistert.

Auch hierzu haben wir im Atelier des Künstlers das damalige Modell gefunden. Daher zeigen wir hier gerne den Ursprung und das fertige Werk.

Schellen Brunnen Kunststylist Uelzen

 

Zu Besuch auf dem Anwesen des Künstlers

Ein Blick durch das große Gartentor des historischen Anwesens ließ mich staunen. Auf einem ca. 5000 qm großen Areal finden sich viele Skulpturen aus Holz und Stahl. Seine Skulpturen haben immer einen Zusammenhang mit der griechischen Mythologie oder philosophischen und theologische Themen.

“Wenn Gott überall ist, dann kann er nicht Nicht da sein”

sagte mir Falk Münchbach. Damit erklärte er mir den Zusammenhang zwischen dem, was wir sehen und den Zwischenräumen, die auf den ersten Blick leer sind, für den Künstler aber eine besondere Bedeutung hatten.

Die folgenden Fotos zeigen die Werke im Garten des Künstlers, die hier bewusst angeordnet wurden, um die Zwischenräume zur Geltung zu bringen. Bemerkenswert fand ich in diesem Zusammenhang, wie hier Geschichte lebendig wird. Von glänzenden Stahlskulpturen, die hier ursprünglich platziert wurden, hat die Natur den Platz in Anspruch genommen und zeigt nun eine enge Beziehung von Kunst und Natur.

Ein Blick ins Atelier des Künstlers

Auch ein Blick in das Atelier des Künstlers Georg Münchbach lässt Geschichte wieder lebendig werden. Denn auch hier befinden sich zahlreiche Werke des Künstlers, die er zum Teil nicht mehr vollenden konnte. Es ist etwas mystisch durch die Räume zu gehen, in denen der Künstler seine volle Arbeitskraft darauf verwendete etwas zu schaffen, was für immer bleibt.

“Die Zeit vergeht, aber die Kunst bleibt erhalten”

war eines seiner Leitsätze. Nachdem ich diesen riesigen Fundus gesehen habe muss ich eingestehen, ich habe höchsten Respekt vor Menschen wie Georg Münchbach. Er lebte sein Leben unermüdlich für die Kunst. Aber auch die Motivation und Ehrgeiz seines Sohnes Falk Münchbach. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht hat diesen Nachlass nicht nur zu katalogisieren, sondern auch über minuziöse Kleinarbeit in Datenbanken für die breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dafür gebührt ihm mein höchster Respekt.

Hier noch ein paar kleine Einblicke in das Atelier, in dem er diese Skulpturen geschaffen hat.

Georg Münchbach war nicht nur ein Bildhauer sondern auch Maler und Grafiker. Die Beschreibung der Werke die sich noch in seiner eigenen Galerie und dem dazugehörigen Atelier befinden, würden den Rahmen dieses Beitrages sprengen. Aus diesem Grund möchte ich gerne nochmal separat auf dieses Thema eingehen.

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